Beschreibung
Infos zur Familiengeschichte und dem Wappen
Familiengeschichte
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Familiengeschichte Knjas von Tschernigow
Knjas von Tschernigow
Die Geschichte der Fürsten von Tschernigow gehört zu den großen Familienerzählungen der mittelalterlichen Rus. Ihren ersten glanzvollen Mittelpunkt erhielt die Stadt 1024 unter Mstislaw dem Tapferen, einem Sohn Wladimirs des Großen. Er regierte die Gebiete östlich des Dnjepr und förderte Kirchenbau, Handwerk und Chronistik. Tschernigow wuchs zu einer der bedeutendsten Städte Europas heran.
Die dauerhafte Fürstenlinie begann 1054 mit Swjatoslaw Jaroslawitsch, einem Sohn Jaroslaws des Weisen aus dem Haus der Rurikiden. Seine Nachkommen machten Tschernigow zum Zentrum eines weiten Herrschaftsraums, der zeitweise vom Dnjepr bis in Gebiete an Oka und Don reichte. Aus der Familie gingen mehrere Großfürsten von Kiew hervor.
Besonders prägend wurde Oleg Swjatoslawitsch, nach dem seine Nachfahren Olgowitschi genannt wurden. 1094 gewann er Tschernigow für die Familie zurück. Auf dem Fürstentag von Ljubetsch 1097 wurde der Besitz seiner Verwandtschaft bestätigt. Von hier verzweigte sich das Haus nach Nowgorod-Sewerski, Murom, Rjasan und in zahlreiche kleinere Fürstentümer. Dadurch entstand ein lebendiges Netz verwandter Höfe, das Politik und Kultur der Rus über Generationen mitgestaltete.
Im 12. Jahrhundert regierten Fürsten wie Wsewolod Olgowitsch und Swjatoslaw Wsewolodowitsch zeitweise auch in Kiew. Der Hof von Tschernigow förderte steinerne Kirchen, Malerei und die schriftliche Überlieferung. Die Abenteuer verwandter Fürsten fanden sogar Eingang in das berühmte Igorlied.
Der mongolische Feldzug von 1239 veränderte die politische Landschaft grundlegend. Fürst Michail Wsewolodowitsch wurde später als Heiliger verehrt, während seine Nachkommen neue Linien in Brjansk und den oberen Oka-Gebieten begründeten. Im 14. Jahrhundert kam Tschernigow unter den Einfluss Litauens. Die Olgowitschi lebten jedoch in zahlreichen Fürstenhäusern weiter und trugen das Rurikidenerbe bis weit in die Neuzeit. Kathedralen und Chroniken bewahren noch heute ihre eindrucksvolle Geschichte.
Quellen: Encyclopedia of Ukraine, Ukrainisches Institut für Nationales Gedächtnis, Enzyklopädie der Geschichte der Ukraine, Britannica
Wappen & Heraldik
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Familienwappen Knjas von Tschernigow
Die Darstellung folgt dem historischen Titularwappen des Fürstentums Tschernigow: dem schwarzen Adler im silbernen Feld mit goldenem Kreuz. Fürstenkappe und Hermelinmantel kennzeichnen den Rang eines Knjas.
In Silber ein schwarzer, golden bewehrter und golden gekrönter Adler mit ausgebreiteten Flügeln, in der linken Klaue ein langes goldenes Prozessionskreuz haltend. Über dem Schild eine russische Fürstenkappe; das Ganze auf einem roten, hermelingefütterten Fürstenmantel mit goldenen Schnüren.
Der Adler ist seit dem 17. Jahrhundert als Territorialzeichen Tschernigows in russischen Titular- und Siegeldarstellungen überliefert.
Quellen: Zarentitular von 1672, Alexander Lakier, Russische Heraldik, Heraldicum, Wappen von Tschernigow, Historisches Museum W. W. Tarnowski in Tschernihiw, Beiträge zu Siegel und Stadtwappen
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